Albtraum Miete: AWO fordert bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit Schulden

03.06.2019

Heute startet die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung. Die AWO NRW beteiligt sich mit ihren 19 Beratungsstellen und setzt ein deutliches Zeichen gegen die katastrophale Situation auf dem Wohnungsmarkt. „Wer Schulden hat, hat es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer. Die Chancen eine passende Wohnung zu finden, stehen auch dann noch schlecht, wenn die Betroffenen ihre Entschuldung bereits geregelt haben“, sagt Xenja Winziger, AWO-Fachberaterin für den Bereich Schuldnerberatung.

Jedes Jahr suchen rund 8.800 Personen die Beratungsstellen der AWO in NRW auf. Dabei hat sich gezeigt, dass das Thema bezahlbarer Wohnraum immer brisanter wird. Wer in finanzielle Schieflage gerät, dem droht oftmals der Verlust der Wohnung, weil Mieten oder die Nebenkosten wie Strom nicht mehr bezahlt werden können. „Die Praxis zeigt uns, dass viele zunächst ihre Privatkredite abwickeln und am Monatsende kein Geld mehr für die Miete übrige haben.“ Vor allem Familien mit Kindern geraten dann schnell unter Druck, eine andere, günstigere Wohnung finden zu müssen. „Vielerorts ist der Wohnungsmarkt aber zu angespannt.“

Steigende Mieten oder gestiegene Nebenkosten treffen die Haushaltseinkommen hart. Gerade diese hohen Ausgaben belasten das Portemonnaie der Menschen und führen nicht selten zu einer Ver- oder Überschuldung. „In den vergangenen Jahren sind die ortsüblichen Vergleichsmieten mehr als doppelt so schnell wie die Verbraucherpreise gestiegen.“

„Es ist wichtig, den sozialen und preisgünstigen Wohnungsneubau deutlich auszuweiten“, fordert die AWO-Fachberaterin abschließend. Zudem müssten Familien vor Zwangsräumungen geschützt werden.

Weitere Nachrichten

Meldung vom 30.01.2020
Am Mittwoch, den 29.01., musste sich der AWO Bezirksverband Westliches Westfalen schweren Herzens von zwei langjährigen Mitarbeiter*innen verabschieden. weiterlesen
Meldung vom 24.01.2020
Für die Mitglieder und Mitarbeiter kaum fassbar, ist am Mittwochnachmittag unerwartet die langjährige stellvertretende Vorsitzende unseres Bezirks Westliches Westfalen, Gerda Kieninger gestorben.weiterlesen
Meldung vom 22.01.2020
Eine starke Stimme für Alleinerziehende: Für AWO NRW waren Muna Hischma und Christine Robenek (Abteilung Soziales des Bezirksverbandes Westliches Westfalen) zu Gast im Düsseldorfer Landtag. weiterlesen
Meldung vom 17.01.2020
Zu den Durchsuchungen von Wohn- und Geschäftsräumen im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen die AWO Kreisverbände Frankfurt am Main und Wiesbaden erklärt Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverbandes: weiterlesen
Meldung vom 16.01.2020
Mitte Januar trafen sich 30 Führungskräfte aus allen Gliederungen der AWO im Westlichen Westfalen, um sich über die Änderungen des Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KIBIZ) zu verständigen. weiterlesen
Meldung vom 01.01.2020
Der Steiger fragt sich heute: Ist der Westfale in Dortmund eigentlich noch echter Westfale? Oder wurde er in dieser Stadt durch den Signal-Idunaer ausgetauscht? weiterlesen