Zehn Jahre Bundesfreiwilligendienst – Ein Engagement mit Zukunft

01.07.2021

Am 1. Juli feiert der Bundesfreiwilligendienst (BFD) sein zehntes Jubiläum. Die Arbeiterwohlfahrt ist seit seiner Einführung 2011 als BFD-Zentralstelle, Träger der Bildungsarbeit und mit ihren Einsatzstellen vor Ort beteiligt.

In den Einsatzstellen der AWO im Westlichen Westfalen absolvieren rund 100 (zumeist junge) Erwachsene pro Jahr einen BFD.

„Der BFD ist eine echte Erfolgsgeschichte in puncto Engagement“, so der AWO Bundesvorsitzende Jens M. Schubert. „Viele Freiwillige haben in den vergangenen Jahren und auch während der Corona-Pandemie tatkräftig mit angepackt und zahlreiche soziale Einrichtungen unterstützt“, erklärt Schubert, „dieser Einsatz für das Gemeinwohl verdient Anerkennung und Wertschätzung.“

Fünf Seminartage zur politischen Bildung müssen dabei nach wie vor an einem BFD-Bildungszentrum des Bundes abgeleistet werden. So heißen die ehemaligen Zivildienstschulen heute. „Als AWO fordern wir die Abschaffung des Belegungszwangs an den Bildungszentren“, so Jens Schubert. Die BFD-Träger seien „bestens dafür geeignet, die gesellschaftspolitischen Seminarinhalte selbst durchzuführen“.

Auch beim Thema Mobilität sieht die AWO Nachholbedarf: „Ein kostenloses Ticket für die Fahrt zur Einsatzstelle sollte, wie damals beim Zivildienst, selbstverständlich sein, ist es aber leider immer noch nicht.“ Für ihren Dienst, den sie zumeist in Vollzeit leisten, erhalten die Freiwilligen ein Taschengeld. Das Ticket für den Weg zur Einsatzstelle müssen sie davon selbst bezahlen. „In NRW besteht zwar inzwischen die Möglichkeit, das Azubi Ticket im ,NRW Upgrade‘ zu nutzen. Mit monatlichen 60 Euro bleibt dies für einen Freiwilligendienst allerdings immer noch zu teuer, so dass wir an dieser Stelle, mit einem NRW-weiten 365,- Euro Jahresticket oder bestenfalls kostenfreien Mobilität eine deutlichere Wertschätzung dieses Engagements fordern“, so Dominique Adler, Fachbereichsleiterin für FSJ und BFD im AWO Bezirksverband Westliches Westfalen.

Anders als beim ehemaligen Zivildienst handelt es sich beim BFD auch um einen Lern- und Bildungsdienst. Daher wird er von insgesamt 25 Bildungstagen begleitet. „Im Westlichen Westfalen führen wir diese mit einem jährlichen Schwerpunktthema durch. In den vergangenen Jahren haben etwa Partizipation, Nachhaltigkeit oder soziale Gerechtigkeit den roten Faden gebildet. Unsere Pädagog*innen stehen den Freiwilligen ein Jahr lang zur Seite, z.B. wenn diese im praktischen Einsatz Schwierigkeiten erleben“, so Adler. Der BFD steht, im Gegensatz zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), auch Menschen offen, die älter als 27 Jahre sind.

Für den aktuellen Jahrgang 2021/2022 sind noch in einigen der spannenden Einsatzfelder Stellen frei – bei Interesse informieren Sie sich gern hier: https://freiwillich.awo-ww.de

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