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©Foto von Roman Kraft auf Unsplash

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Aktionswoche gegen Einsamkeit: Gemeinsam etwas bewegen – auch im Grundschulalter

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ vom 22. bis 28. Juni setzt der AWO Bezirksverband Westliches Westfalen ein deutliches Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Einsamkeit betrifft alle Altersgruppen und Generationen. Unter dem Motto „Gemeinsam was bewegen“, initiiert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), werden in ganz Deutschland Menschen ermutigt, Begegnungen zu schaffen und über Unterstützungsangebote zu informieren.

Die AWO legt ihren Fokus auf das Thema „Einsamkeit im Grundschulalter“. Mit dem Modellprojekt „Inspire Youth“ leistet die AWO gemeinsam mit der Sozialstiftung NRW und der Staatskanzlei NRW sowie dem Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. (ISS) Pionierarbeit. In Kooperation mit der AWO Ruhr-Mitte und der AWO Gelsenkirchen/Bottrop wird an zehn offenen Ganztagsschulen in Bochum, Herne und Gelsenkirchen erforscht, wie Kinder Einsamkeit erleben, verstehen und bewältigen.

Erste Ergebnisse zeigen, dass Einsamkeit bereits im Grundschulalter eine relevante Rolle spielt: Während knapp ein Drittel der Kinder angibt, sich nie einsam zu fühlen, berichten andere von wiederkehrenden oder sogar häufigen Einsamkeitserfahrungen. Besonders deutlich wird dabei, dass Einsamkeit von Kindern vor allem als soziales und situatives Phänomen wahrgenommen wird – etwa dann, wenn sie sich ausgeschlossen fühlen oder keinen Anschluss an Gleichaltrige finden. Diese Erfahrungen entstehen überwiegend im schulischen Alltag, wodurch Schulen und Offene Ganztagsangebote zu zentralen Orten der Prävention werden.

„Einsamkeit ist kein Thema, das erst im Erwachsenenalter beginnt – sie kann Kinder bereits früh prägen. Mit ‚Inspire Youth‘ leisten wir wichtige Grundlagenarbeit, um Einsamkeit im Grundschulalter besser zu verstehen und wirksam vorzubeugen. Besonders wichtig ist uns dabei, die Perspektiven der Kinder ernst zu nehmen und ihre Ressourcen zu stärken. Nur so können wir nachhaltige Lösungen schaffen, die wirklich ankommen“, betont die Abteilungsleiterin für Soziales, Muna Hischma, des AWO Bezirksverbands Westliches Westfalen.

Die AWO Westliches Westfalen setzt ein wichtiges Zeichen: Einsamkeit darf kein Tabuthema sein – schon gar nicht bei Kindern. Entscheidend ist, früh hinzuschauen, zuzuhören und gemeinsam Strukturen zu schaffen, die Zugehörigkeit ermöglichen. Denn nur, wenn wir Einsamkeit gemeinsam begegnen, kann echte Teilhabe für alle gelingen.
 

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