Der Ganztagskongress „Übergänge weiterdenken“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend bot in Berlin eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Akteur*innen aus Bund, Ländern und Kommunen sowie aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen des Ganztagsausbaus und die gemeinsame Entwicklung von Perspektiven für eine gelingende Umsetzung.
Der Ganztag wurde dabei als gemeinsamer Lebens-, Lern- und Arbeitsort verstanden – für Kinder ebenso wie für alle dort tätigen Personen. In Vorträgen, Panels und Austauschrunden wurde deutlich, wie wichtig es ist, Übergänge bewusst zu gestalten, Vernetzungen zu stärken, gegenseitiges Verständnis zu fördern und den Ganztag als gemeinsamen Handlungsrahmen weiterzuentwickeln.
Zentrale Ergebnisse des Kongresses waren:
- Netzwerk statt Einzelkämpfertum
- Beziehung als Grundlage von Bildung und Entwicklung
- Räume, die Beteiligung, Sicherheit und Wohlbefinden ermöglichen
- Begegnung auf Augenhöhe
- Vom Nebeneinander zum Miteinander
- Multiprofessionelle Teams als Schlüssel für gelingenden Ganztag
- Kinder ernst nehmen und mit Respekt beteiligen
- Demokratie und Mitbestimmung im Alltag leben
- Wohlfühlen vor Lernen
- Vertrauen statt Bewerten
- „Du bist mehr als deine Noten“
- Übergänge bewusst und gemeinsam gestalten
- Chancen des Ganztags für Kinder und Familien nutzen
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken
Ein weiterer Schwerpunkt war die enge Verbindung von Partizipation, Inklusion und Kinderschutz. Deutlich wurde, dass Kinder dort besonders gut geschützt sind, wo sie beteiligt werden, verlässliche Beziehungen erleben und ihre Stimmen gehört werden.