Fachkräfte der Jugendsozialarbeit aus den Einrichtungen der AWO Westliches Westfalen trafen sich zum dritten Fachdialog zum Thema „Psychische Beeinträchtigungen“ in Dortmund. Ziel war es, den fachlichen Austausch zu vertiefen und Handlungssicherheit im Umgang mit psychisch belasteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu stärken.
Nach der Begrüßung durch Muna Hischma, Abteilungsleiterin Soziales der AWO Westliches Westfalen, führte Dr. Stefan Kimm von der Elisabeth-Klinik – Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik – durch den Fachdialog. Im Mittelpunkt standen diesmal die Themen Autismusspektrumstörung, Angsstörungensowie praxisnahe Umgangshilfen für die tägliche Arbeit mit jungen Menschen, die psychisch beeinträchtigt sind. Mit fundierten fachlichen Impulsen und zahlreichen Beispielen aus der Praxis verdeutlichte Dr. Kimm, wie unterschiedlich sich psychische Beeinträchtigungen bei Jugendlichen zeigen können. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Verständnis, Geduld und verlässliche Beziehungen für die Begleitung betroffener junger Menschen sind.
„Wir als Fachkräfte sind prozessverantwortlich bei den Jugendlichen, aber nicht zielverantwortlich." Dr. Stefan Kimm.
Dieser Gedanke regte die Teilnehmenden zur Reflexion ihrer professionellen Rolle an. Im Austausch wurde herausgearbeitet, dass die Begleitung junger Menschen eine gemeinsame Teamaufgabe ist. Fachkräfte bereiten Entwicklungsprozesse vor, schaffen unterstützende Rahmenbedingungen und begleiten Jugendliche auf ihrem Weg – ohne die Verantwortung für den gesamten Entwicklungsverlauf allein tragen zu müssen.
In den Diskussionen und Arbeitsphasen zeigte sich, dass psychische Belastungen junger Menschen die Jugendsozialarbeit zunehmend prägen. Gleichzeitig offenbarte der Fachdialog, wie wertvoll fachlicher Austausch, kollegiale Beratung und Vernetzung für die tägliche Arbeit sind.
Der dritte Fachdialog knüpfte erfolgreich an die vorherigen Veranstaltungen an und leistete einen wichtigen Beitrag zur fachlichen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Die AWO Westliches Westfalen wird den Austausch zu den Herausforderungen psychischer Beeinträchtigungen auch künftig fortführen, um Fachkräfte zu stärken und um jungen Menschen bestmögliche Unterstützung zu ermöglichen.
Muna Hischma zog ein positives Fazit:
„Die psychischen Belastungen junger Menschen stellen unsere Fachkräfte täglich vor große Herausforderungen. Formate wie der Fachdialog schaffen Raum für fachliche Orientierung, gegenseitige Unterstützung und neue Perspektiven. Diesen Austausch werden wir weiter fördern“.