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©Foto von Roman Kraft auf Unsplash

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Erziehungskooperation gemeinsam weiterdenken: erfolgreicher Auftakt einer bezirksweiten Themenreihe

Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Kitas, Eltern und Familien nachhaltig gestärkt werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich zahlreiche Kita-Expert*innen aus dem gesamten AWO Bezirk Westliches Westfalen am 12. und 13. Oktober bei der Fachtagung „Erziehungskooperation“.

Der "Fachbereich Kinder, Jugend und Familie" hatte unter der Leitung von Sebastian Pilarz Fachbereichsleitungen, Fachberatungen sowie Kita-Leitungen eingeladen, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Die Idee für die Fachtagung entstand im Bezirksarbeitskreis Kita der Bereichsleitungen.

Von Beginn an war klar: Wer die Zusammenarbeit mit Familien verbessern möchte, muss die Menschen beteiligen, die Erziehungskooperation täglich gestalten. Deshalb wurden in der Planungsphase die Fachbereichsleitungen, Bereichsleitungen, Fachberatungen und Bildungsträger der acht Unterbezirke und der Kreisverband einbezogen. Ergänzt wurde dieser Prozess durch eine bezirksweite Elternbefragung, an der sich mehr als 1.000 Familien beteiligten. Die Begrüßungsworte für die Veranstaltung sprach Jens Hunecke als Vorsitzender des Fachverbandes Kinder, Jugend und Familie sowie als Geschäftsführer des Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein. Den fachlichen Einstieg gestaltete Jennifer Henkel von der Fachhochschule Südwestfalen. Sie beleuchtete die unterschiedlichen Lebenswelten von Familien, nahm die Perspektive der Kinder in den Blick und verdeutlichte die Erwartungen der verschiedenen Beteiligten im System Kita.

Britta Loschke führte durch die beiden Veranstaltungstage und eröffnete mit modernen und teilweise überraschenden Methoden neue Denk- und Entwicklungsräume. Insbesondere die Methode „Open Space” erwies sich dabei als wertvolles Werkzeug, um das umfangreiche Wissen und die Erfahrungen der Teilnehmenden sichtbar zu machen. In kurzer Zeit entstand eine vertrauensvolle Atmosphäre, die intensive Diskussionen, neue Kontakte und kreative Lösungsansätze ermöglichte.

Besonders bereichernd empfanden viele Teilnehmende den Austausch zwischen den unterschiedlichen Professionen sowie über die Grenzen der einzelnen Träger und innerbezirklichen Grenzen hinweg. Der Wunsch nach einer Fortsetzung dieser Zusammenarbeit wurde an vielen Stellen deutlich.

Neben den fachlichen Impulsen wurden konkrete Arbeitsaufträge entwickelt. Dazu gehören unter anderem:

  • die Entwicklung praxisnaher Checklisten zur Erziehungskooperation und
  • die Konzeption nachhaltiger Fortbildungsformate und
  • die Erarbeitung gemeinsamer Standards sowie

sowie die Entwicklung eines trägerübergreifenden Qualitätszirkels für einen kontinuierlichen Austausch.

Dabei wurde immer wieder deutlich: Die Ergebnisse dürfen nicht in der Schublade verschwinden.

Deshalb steht der weitere Fahrplan bereits fest. Am 6. November 2026 werden die Ergebnisse im Fachverband vorgestellt und abgestimmt. Anschließend bilden sich trägerübergreifende Arbeitsgruppen, die die Ideen weiterentwickeln. Ziel ist es, möglichst alle Unterbezirke und den Kreisverband einzubinden. Im März 2027 sollen die Ergebnisse erneut präsentiert und erste Umsetzungsschritte vereinbart werden.

Die Fachtagung war somit nicht das Ende, sondern der Beginn eines Prozesses. Das Ziel besteht darin, die Erziehungskooperation in den AWO-Kitas des Bezirks Westliches Westfalen nachhaltig zu stärken und die Zusammenarbeit aller Beteiligten weiter auszubauen.

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