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©Foto von Roman Kraft auf Unsplash

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Fachdialog zu psychischen Beeinträchtigungen

Der AWO Bezirk Westliches Westfalen lud Fachkräfte der Jugendsozialarbeit zu einem Fachdialog ein, der sich mit psychischen Beeinträchtigungen wie Antriebslosigkeit, depressiven Tendenzen, Depressionen sowie Gewalt und Störungen des Sozialverhaltens von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beschäftigte. Nach der Begrüßung und thematischen Einführung durch Bezirksabteilungsleiterin Muna Hischma setzte Dr. Stefan Kimm (Heilpädagoge der Elisabeth-Klinik, Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie) zentrale fachliche Impulse.

„Insbesondere soziale Ängste haben massiv zugenommen, auch als Folge der Pandemie“, so Stefan Kimm. Er machte deutlich, dass psychische Erkrankungen häufig schleichend entstehen und im Alltag nicht immer eindeutig zu erkennen sind. Besonders wichtig sei es, Warnsignale ernst zu nehmen und Betroffene nicht vorschnell zu bewerten, sondern ihre individuellen Lebensrealitäten in den Blick zu nehmen. Sowohl den Fachkräften als auch den betroffenen Personen müsse klar sein: Die Depression ist eine Krankheit, die vieles bestimmen kann. „Es ist nicht die Person an sich.“

Im Rahmen von Kleingruppen berichtete Stefan Kimm ausführlicher zum Thema Gewalt und Störungen des Sozialverhaltens. Er verdeutlichte, dass auffälliges oder aggressives Verhalten häufig Ausdruck tieferliegender Belastungen sei.

Der Fachdialog machte deutlich: Psychische Belastungen wie Depressionen oder Gewaltphänomene dürfen nicht tabuisiert werden. Es braucht mehr Aufklärung, gemeinsame Verantwortung, fachliche Kompetenz und konkrete Maßnahmen, um Betroffene wirksam zu unterstützen. Im gemeinsamen Austausch wurde klar: Nachhaltige Verbesserungen können nicht allein auf individueller Ebene erreicht werden. Strukturelle Rahmenbedingungen und bestehende Unterstützungssysteme sollten kontinuierlich überprüft und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden, um den komplexen Herausforderungen im Arbeitsfeld wirksam zu begegnen.
Veranstaltungen wie dieser Fachdialog leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Fachkräfte zu stärken und zukunftsfähige Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln. Muna Hischma resümierte: „Wir erleben eine deutliche Zunahme und Verstärkung von psychischen Beeinträchtigungen der jungen Menschen in unseren Einrichtungen. Um unsere Fachkräfte zu stärken und zu unterstützen, werden wir dieses Format weiterführen.“

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