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Arbeiterwohlfahrt Bezirk Westliches Westfalen e.V. | Neuigkeiten Detail

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©Foto von Roman Kraft auf Unsplash

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Freiwilligendienste: Ein Jahr für dich, ein Gewinn für alle

Jahr für Jahr engagieren sich zwischen 200 und 300 Freiwillige in den Freiwilligendiensten der AWO im Westlichen Westfalen. Die Einsatzbereiche reichen dabei von der Kinder- und Jugendarbeit in Kitas und Offenen Ganztagsschulen über die Eingliederungshilfe in Werkstätten für Menschen mit Behinderung bis hin zur Seniorenarbeit.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) bietet die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig Einblicke in soziale Berufsfelder zu gewinnen. Der Freiwilligendienst kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit absolviert werden. Freiwillige erhalten ein monatliches Taschengeld von 500 Euro, sind sozialversichert und können den Dienst in vielen Fällen als praktischen Teil der Fachabitur-Anerkennung anrechnen lassen.

Neben der praktischen Tätigkeit in den Einrichtungen nehmen die Freiwilligen an insgesamt 25 Bildungstagen teil. Dort reflektieren sie ihre Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag, stärken persönliche und soziale Kompetenzen und setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander. Der Freiwilligendienst ist damit nicht nur ein Engagement für andere Menschen, sondern gleichzeitig ein Bildungs- und Orientierungsjahr.

Die Bedeutung von Freiwilligendiensten für soziale Einrichtungen ist groß. Freiwillige unterstützen Fachkräfte im Alltag, schaffen Zeit für persönliche Begegnungen und bringen neue Perspektiven, Motivation und Engagement in die Einrichtungen ein. Viele soziale Angebote profitieren unmittelbar von ihrem Einsatz. Gleichzeitig sind Freiwilligendienste ein wichtiger Baustein zur Gewinnung zukünftiger Fachkräfte. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Berufen haben ihre berufliche Laufbahn einst mit einem FSJ oder BFD begonnen. Rund die Hälfte der Freiwilligen bleibt dem sozialen Bereich später beruflich oder ehrenamtlich verbunden.

Gleichzeitig stehen die Träger aktuell vor Herausforderungen. Im Westlichen Westfalen sind über die zentrale Bewerbungsplattform derzeit rund 40 Prozent weniger Bewerbungen aus dem Inland eingegangen als im Vorjahr. Zudem rechnen viele Träger in Nordrhein-Westfalen mit bis zu 30 Prozent weniger Freiwilligen im aktuellen Jahrgang. Als Ursache gelten unter anderem strukturelle Veränderungen, darunter der fehlende Abiturjahrgang in NRW.

Umso wichtiger bleibt es, junge Menschen für ein soziales Engagement zu gewinnen. Freiwilligendienste fördern gesellschaftliche Teilhabe, persönliche Entwicklung und berufliche Orientierung. Sie stärken das soziale Miteinander und schaffen wichtige Erfahrungen, die häufig weit über die eigentliche Dienstzeit hinauswirken.

Die Bewerbungsphase für den aktuellen Jahrgang bei der AWO im Westlichen Westfalen läuft bereits.

Weitere Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten

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