AWO Familienfest: Ganz entspannt in Recklinghausen

03.09.2006

Familienfest: Die AWO feiert 60. (nach dem 2. Weltkrieg) und beweist, dass sie noch nicht in die Jahre gekommen ist.

Selbst das Wetter spielte mit. Nach einer wochenlangen Schlechtwetterperiode kam genau zum AWO-Familienfest in Recklinghausen der Sommer zurück. Zehntausende Besucher kamen an beiden Tagen in die Recklinghauser Innenstadt Sie informierten sich über vielfältigen Angebote der Arbeiterwohlfahrt im Bezirk Westliches Westfalen und feierten gemeinsam den 60. Geburtstag der AWO-Wiedergründung nach dem zweiten Weltkrieg.
„Wir können die Ergebnisse der letzten Familienfeste in Bochum und Münster wieder erreichen“, hoffte der Bezirksvorsitzende Bodo Champignon bei der Eröffnung des Familienfests am frühen Freitagnachmittag. Er sollte Recht behalten. Am Freitag und Samstag strömten 25.000 Menschen aus dem gesamten Bezirk über den Altstadtmarkt und den Löhrhofplatz in der Recklinghäuser Innenstadt.
Bodo Champignon lobte auch das kulinarische Angebot - und das zu Recht. Von der Feinschmeckersuppe über den Weinstand bis hin zum „Westfalentaler“ und zur Currywurst: Hier gab es etwas für jeden Geschmack.
Stets gut gefüllt war der große Platz auf dem Altstadtmarkt. Das galt nachmittags, wenn auf der Hauptbühne Dixikapellen, Chöre oder Kabarett mit Talkrunden wechselten. Noch belebter war es am Freitagabend, als „die“ Kultband aus dem Ruhrgebiet, die „Komm´ Mit Mann!s“, mit einer krachenden Mischung aus Soul und Rhythm and Blues loslegten.
Es war ein entspanntes Familienfest, das Recklinghausen erlebte. Das galt vor allem für die Kinderbühne auf dem Löhrhofplatz. Hier gaben sich Zauberer, Jongleure, Clowns und Luftballonkünstler ein Stelldichein. Auf dem Altstadtmarkt kamen zwischen der Unterhaltung auch viele Informationen über die Bühne. Am Freitag und Samstag stellten die Unterbezirke Projekte und Einrichtungen vor, etwa die Gesundheitskampagne für Kinder, die die AWO im West-Münsterland mit der BKK Gesundheit ins Leben gerufen hat oder das vom Bezirk getragene Praktikantinnen-Projekt in Indien.
Der 60. Geburtstag der AWO nach der „Wiedergeburt“ von 1946 war bei einer Talkrunde Thema, zu der Bodo Champignon und Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Altenbernd den NRW-SPD-Vorsitzenden Jochen Dieckmann, den SPD-Vorsitzenden von Recklinghausen, Andreas Krebs, und „AWO-Urgestein“ Annemie Lange vom AWO-Stadtverband begrüßten. Sie alle lobten die „Jubilarin“ AWO, die noch längst nicht in die Jahre gekommen ist, sondern immer wieder neue Wege geht.
Das gilt auch fürs Ehrenamt, sagte Jochen Dieckmann: „Es gibt nicht weniger ehrenamtliches Engagement, sondern es hat sich nur geändert.“ So war es fast eine Selbstverständlichkeit, dass die quadratmetergroße Geburtstagstorte aus einer Vanille-Marzipan-Schokolade–Creme von der Bühne herab an die Zuschauer verteilt wurde. Hier feierten schließlich die, auf die es ankommt und von denen der Verband seit 60 Jahren lebt: die Ehrenamtlichen und Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt.

Impressionen vom AWO Familienfest

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